Why an Early Spring Is Very Bad News for Your Health

Wir halten uns fit für unsere Patienten

Wie schon in den Vorjahren waren wir auch dieses Jahr wieder beim HSH-Nordbank-Lauf dabei. Die Zeiten waren völlige Nebensache, der olympische Gedanke zählte und vor allem der Spaß im Team.

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Vorsicht bei Auslandszahnersatz

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz (MDK RLP) hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universität Mainz (IMBEI) erstmalig in einer Studie die Qualität zahnärztlich-prothetischer Versorgungen in EU-Ländern bzw. im Ausland begutachtet. Dabei wurden insgesamt 185 verschiedene prothetische Versorgungen begutachtet und der im Ausland gefertigte Zahnersatz untersucht. Insgesamt wurden dabei 81 Brücken, 76 Einzelkronen, neun Teilprothesen, elf kombinierte festsitzend/herausnehmbare Versorgungen, acht Totalprothesen sowie elf Füllungen begutachtet.

Mängelfreie Versorgung lediglich bei 12 von 81 Brücken
Von den begutachteten 81 Brücken entsprachen 47 den deutschen Richtlinien für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung, eine mängelfreie Versorgung konnte jedoch lediglich bei zwölf dieser Brücken konstatiert werden. Bei drei Brücken bestand sogar generell eine fragliche Notwendigkeit der Anfertigung.

Auffällige Mängel
Als Mängel fielen vor allem auf: deutlich tastbare Kronenränder, eine fehlerhafte, den Einschluss von Fremdbestandteilen oder Verunreinigungen (Okklusion), Frühkontakte, Hyperbalancen oder fehlende Gegenbezahnung, fehlerhafte technische Anfertigung, parodontale Pfeilerzähne, röntgenologisch nicht erhaltungswürdige Pfeilerzähne, Karies an Kronenrändern sowie die Anfertigung von Brücken mit zu vielen Brückengliedern oder zu langen Spannen.

Neuanfertigung in 53 % der Fälle als notwendig erachtet
Aufgrund der gefundenen Mängel wurde von der zahnärztlichen Gutachterin des MDK Rheinland-Pfalz eine Neuanfertigung der Zahnersatzversorgung in 53 % der Fälle (43 Brücken) als notwendig erachtet. Bei den begutachteten 76 Einzelkronen bestand bei 97 % eine fragliche Notwendigkeit für ihre Anfertigung. Hier musste konstatiert werden, dass offensichtlich im Ausland eine Überversorgung erfolgte, da bei der Nachbegutachtung ein erheblicher Zweifel bestand. In diesen Fällen lag der Verdacht nahe, dass aus ästhetischen Gründen Zähne im sichtbaren Bereich überkront wurden, welche keinen prothetischen Therapiebedarf aufwiesen. Eine zwingende Notwendigkeit für eine Neuanfertigung wegen qualitativer Mängel zeigte sich bei elf der 76 begutachteten Einzelkronen.

Fazit:
Die angefertigten Arbeiten waren vor allem bei den festsitzenden Versorgungen qualitativ unzureichend und mit nicht unerheblichen Mängeln behaftet.

Deutsche Zahnärzte können Mängel an „ausländischem Zahnersatz“ ablehnen
Ungeklärt ist, wer Mängel an dem im Ausland angefertigtem Zahnersatz behebt und für die dabei entstehenden Kosten aufkommt. Deutsche Zahnärzte können eine Nachbesserung von Mängeln an „ausländischem Zahnersatz“ ablehnen, so lange es sich nicht um Notfallsituationen handelt. Auch die Gesetzliche Krankenversicherung ist nicht prinzipiell verpflichtet, Mängelkorrekturen zu bezahlen.

Konformitätserklärung fehlte
Die in Deutschland notwendige „Konformitätserklärung“ war in keinem der begutachteten Fälle durch den Behandler bzw. durch das anfertigende Zahnlabor im Ausland ausgestellt worden. Daher waren die im Ausland verwendeten Werkstoffe (Qualität und Menge) nicht bekannt. Dies kann bei möglichen Nachbesserungen oder Mängelkorrekturen zu Problemen hinsichtlich der verwendeten Werkstoffe führen und sogar eine fachgerechte Bearbeitung unmöglich machen.

Unsere Alternative
Nutzen Sie den Komfort und vor allem Fachkompetenz und Erfahrung unseres Praxislabors.  Kurze Wege, schnelle Lösungen (statt wochenlang auf das Schiff aus China zu warten) und das perfekte Zusammenspiel zwischen Technik und Behandlung machen bereits einen Großteil des (vermeintlichen) Kostenvorteils wett. Und falls Nachbesserungen notwendig werden sollten, haben unsere Patienten mit keinerlei Zusatzkosten zu rechnen; grundsätzlich also zum Patientenvorteil völlig anders als wie in der Studie eindrucksvoll belegt.

Nicht umsonst danken uns unsere Patienten für das Qualitätssiegel „Made in Germany“ wie auch für unsere Bemühungen von Behandler und Technik bei gemeinsam besuchten nationalen und internationalen Fortbildungen.

Hier geht es wieder zurück zu unserem Praxislabor.

Zähne und Zahnfleisch kontrollieren: Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Zahnverlust

Bundeszahnärztekammer zum Weltdiabetestag

Diabetes MellitusDas Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken, die langfristig zu Zahnverlust führen kann, ist bei Diabetikern im Vergleich zu Nicht-Diabetikern dreimal so hoch. Deshalb sollten Diabetiker nicht nur Füße und Gefäße regelmäßig kontrollieren lassen, sondern besonders gute Mundhygiene betreiben und regelmäßig ihren Zahnarzt aufsuchen, rät die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November.

„Umgekehrt verschlechtert eine Parodontitis auch den Diabetes“, erklärt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. „Die Abhängigkeiten zwischen diesen beiden Volkskrankheiten sind wechselseitig. Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, bei einer unbehandelten Parodontitis intensivieren die Entzündungsherde des Mundraumes die Insulinresistenz der Zellen und beeinträchtigen die Blutzuckerwerte ungünstig“, so Oesterreich.

Diabetiker sollten Ihren Zahnarzt regelmäßig konsultieren und neben der Kontrolle der Zähne auch den Zahnhalteapparat untersuchen lassen.

Hintergrund:
Der offizielle Weltdiabetestag der Vereinten Nationen (UN) ist jährlich der 14. November, analog dem Welt-AIDS-Tag einer Krankheit gewidmet. Der Weltdiabetestag wird seit 1991 als ein Tag der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt.
Die Bundeszahnärztekammer engagiert sich gemeinsam mit Colgate-Palmolive und diabetesDE in der Initiative „Gesund im Mund bei Diabetes“, um bei Diabetes-Patienten das Bewusstsein für das Thema Mundgesundheit zu fördern und sie bei ihrer Parodontitisprophylaxe zu unterstützen.

 

 

Professionelle Zahnreinigung (PZR) wichtiger Pfeiler zahnmedizinischer Prävention

Eine professionelle ZahnreinigungDie Mundgesundheit der deutschen Bevölkerung hat sich durch zahnmedizinische Präventionsmaßnahmen deutlich verbessert, darauf verweist die Bundeszahnärztekammer (BZÄK).

Karies und Parodontitis sind nach wie vor die wichtigsten oralen Erkrankungen und gelten als Volkskrankheiten. Diese werden im Wesentlichen durch Bakterienbeläge (Plaque) ausgelöst. Deswegen gilt es, diese Beläge im Rahmen der häuslichen Mundhygiene gründlich zu entfernen. Eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) unterstützt die Maßnahmen zur vollständigen Beseitigung alle bakteriellen Beläge auf den erreichbaren Zahnoberflächen.

„Besonders für Patienten mit hohem Kariesrisiko und entzündlichen Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) ist die PZR die wichtigste Maßnahme eines oralprophylaktischen Hygienemanagements“, erklärt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. Wesentlicher Bestandteil der Professionellen Zahnreinigung ist neben gründlicher Reinigung, Politur und Fluoridierung die Beratung und Anleitung zur Optimierung der häuslichen Mundhygiene.

Die Versorgungssituation erfordert gezielte oralprophylaktische Maßnahmen. „Insbesondere vor dem Hintergrund, dass in der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland etwa 50 bis 70 Prozent an parodontalen Erkrankungen leiden und diese in einem kausalem Zusammenhang mit bedeutsamen medizinischen Erkrankungen wie dem Diabetes mellitus in der wissenschaftlichen Literatur benannt werden, gibt es keine Zweifel über den medizinischen Nutzen einer PZR“, so Oesterreich.

Hintergrund
Die Professionelle Zahnreinigung wurde Anfang 2012 im Rahmen der Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) als medizinisch notwendige Maßnahme aufgenommen. Gesetzliche Krankenversicherungen finanzieren die PZR teilweise im Rahmen von freiwilligen Leistungen.

Quelle: Bundeszahnärztekammer (BZÄK) www.bzaek.de

 

 

Männer sind Vorsorgemuffel

Das BonusheftFrauen nutzen zahnärztliches Bonusheft laut Umfrage öfter

Zahnärztliche Vorsorge ist den Deutschen wichtig, aber Frauen achten mehr darauf als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach.

Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der gesetzlich Krankenversicherten auf die Führung ihres zahnärztlichen Bonusheftes achtet‚ Frauen deutlich akkurater als Männer. Fast Dreiviertel der Frauen aber nur etwas mehr als die Hälfte der Männer pflegen ihr Heft. Gesetzlich Krankenversicherte mit höherer Schulbildung achten insgesamt sehr viel stärker auf die Aktualisierung des Bonusheftes als Personen mit einfacher Schulbildung. Immerhin ein Fünftel der Befragten gab an, nicht auf die Führung eines Bonusheftes zu achten, obwohl sich die Zuschüsse der Krankenkassen bei Zahnersatz dadurch um bis zu dreißig Prozent erhöhen.

„Es ist erfreulich, dass der regelmäßige Kontrollbesuch in der Zahnarztpraxis für die Mehrheit zur Routine geworden ist“, erklärt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, „nur rund ein Sechstel der Patienten kommt wegen akuter Beschwerden. Das zeigt, wie wichtig die Patienten Vorsorge nehmen.“

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Jürgen Fedderwitz, sieht allerdings in bestimmten Bereichen Nachholbedarf: „Wir müssen nicht nur zusehen, dass die Männer in punkto Vorsorge zu den Frauen aufschließen. Ausgerechnet in den bildungsschwachen Bevölkerungsgruppen, in denen es besonders wichtig wäre, wird das Bonusheft noch zu wenig genutzt. Dabei ist gerade dort das Erkrankungsrisiko überdurchschnittlich hoch. Wir müssen also noch intensiver aufklären.“

Insgesamt hat sich die wachsende Vorsorgeorientierung aber längst ausgezahlt. Die Mundgesundheit der Bevölkerung in Deutschland hat in den letzten zwanzig Jahren massive Fortschritte gemacht. Bei Kindern und Jugendlichen belegt Deutschland im internationalen Vergleich mittlerweile einen Spitzenplatz.

Hintergrund:
Die Studienergebnisse über „Einstellungen und Bewertungen der Bevölkerung zur zahnärztlichen Versorgung in Deutschland“ stützen sich auf die Befragung von 1.788 Personen, die einen repräsentativen Querschnitt der erwachsenen deutschen Wohnbevölkerung in der Bundesrepublik bilden. Die Erhebung wurde im April/Mai 2011 vom Institut für Demoskopie Allensbach in Zusammenarbeit mit dem IDZ durchgeführt. Die Studie wurde als IDZ-Information I/2012 veröffentlicht. Sie ist erhältlich über: www.idz-koeln.de.

Quelle: Bundeszahnärztekammer

Kompetenz, Qualität und Vertrauen

Studie_2011_Zufriedenheit_mit_dem_Zahnarzt

Nahezu 100 Prozent der Patienten vertrauen ihrem Zahnarzt

Kompetenz, Qualität und Vertrauen – drei Begriffe, die für das gute Zahnarzt–Patientenverhältnis stehen. Dies bestätigt eine aktuelle Umfrage der Siemens BK vom August 2012 unter 1.060 Befragten.

„Wir freuen uns, dass jetzt erneut eine Umfrage das gute Zahnarzt-Patienten-Verhältnis bestätigt. Dies zeigt, auf welch sicherem Fundament diese Beziehung steht“, so die Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich und Prof. Dr. Christoph Benz. Dass nahezu 100 Prozent der Patienten mit ihrem Zahnarzt ‚zufrieden‘ bzw. ‚sehr zufrieden’ sind, hatte das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) schon im April des vergangen Jahres ermittelt. Von den knapp 1.800 Befragten des IfD haben 90 Prozent die Qualität der zahnärztlichen Behandlung positiv bewertet. Das macht deutlich, dass die Patienten die Kompetenz ihres Zahnarztes schätzen und der Mundgesundheit einen sehr hohen Stellenwert einräumen. „Offensichtlich ist die Qualität der Behandlung für die Patienten das wichtigste Kriterium nach dem sie ihren Zahnarzt auswählen“, so BZÄK-Vize Christoph Benz.

Wünsche und Erwartungshaltung des Patienten, Mundgesundheitszustand, medizinische Prognosen sowie geeignete Materialien und die damit zu erwartenden Kosten bestimmen die Therapiealternativen beim Zahnarzt. Die verschiedenen Behandlungsalternativen müssen gemeinsam zwischen Patient und Zahnarzt besprochen werden, damit – auch unter Berücksichtigung der Kosten – eine Behandlungsentscheidung getroffen werden kann. „Zahnärztliche Therapieentscheidungen sind höchst komplex. Sogenannte Auktionsportale für Zahnersatz reduzieren dieses Geschehen allein auf den Preis und sind damit nicht geeignet den Patienten Hilfestellung zu geben. Meist stehen kommerzielle Interessen der Betreiber im Vordergrund, so dass die Ergebnisse entsprechend gesteuert sind“, ergänzt Vizepräsident Dietmar Oesterreich.

Daher empfiehlt die Bundeszahnärztekammer allen Patienten: „Fragen Sie Ihren Zahnarzt und kein anonymes Portal.“ Davon unberührt bleibt das Recht des Patienten sich bei einem weiteren Zahnarzt eine echte zweite Meinung einzuholen.

Hintergrund:
Die Studienergebnisse vom Institut für Demoskopie Allensbach in Zusammenarbeit mit dem IDZ über „Einstellungen und Bewertungen der Bevölkerung zur zahnärztlichen Versorgung in Deutschland“ stützen sich auf die Befragung von 1.788 Personen, die einen repräsentativen Querschnitt der erwachsenen deutschen Wohnbevölkerung in der Bundesrepublik bilden. Die Studie wurde als IDZ-Information I/2012 veröffentlicht. Sie ist erhältlich über: www.idz-koeln.de.

Quelle: Bundeszahnärztekammer (BZÄK) www.bzaek.de

Keramik – in aller Munde

Keramik

Künstlerisches Mischen von Keramik-Komponenten

Natürlich strahlende Zähne sind ein Schönheitsideal. Wenn beschädigte Zähne ersetzt werden müssen, soll der Zahnersatz möglichst unauffällig und natürlich wirken. Ein entscheidender Aspekt: Die behandelten Zähne müssen neben der Form und der Farbe möglichst lichtdurchlässig  sein. Keramik ist für diesen Anspruch ein ideales ein Material.

Die Dentalkeramiken reichen heute schon sehr nahe an ihr natürliches Ideal des gesunden Zahns heran. Für Kronen, Inlays (Einlagefüllungen) und Veneers (dünne Verblendschalen) verwenden Zahntechniker häufig Dentalkeramiken mit einem hohen Glasanteil. Diese Keramiken sind ähnlich lichtdurchlässig – man spricht von Transluzenz– wie natürlicher Zahnschmelz und Dentin (Zahnbein). Zudem reflektiert diese Keramik einfallendes Licht ähnlich wie die natürlichen Zähne und passt sich so ideal an die gesunden Zähne an.

Zusätzliche Stabilität bringt eine besondere Klebetechnik, mit der man das Inlay oder die Krone an dem darunter liegenden Zahn befestigt, die sogenannte „Adhäsivtechnik“. Wenn jedoch Defekte an Einzelzähnen bis unter den Zahnfleischrand reichen, kann diese besonders stabile Befestigungsart meistens nicht angewendet werden, da Blut- und Speichelzutritt eine optimale Klebung verhindern.

Keramik für jede Anforderung

Im Seitenzahnbereich steht die Belastbarkeit von keramischem Zahnersatz im Vordergrund. Hier entstehen die größten Kaukräfte. Oxidkeramiken sind die adäquaten Materialien für diesen Bereich. Sie sind weniger lichtdurchlässig als die Silikatkeramiken, dafür aber biegefester. Daher fertigen Zahntechniker Brückengerüste häufig aus diesem Material. Für die perfekte Optik verblenden sie das Gerüst mit verschiedenen keramischen Massen. Kronen und Brücken aus Oxidkeramik, zum Beispiel aus dem für viele Anwendungen einsetzbarem Zirkonoxid, können mit einem Spezialzement auf den Pfeilerzähnen verankert werden.

Implantate aus Keramik?

Aufgrund ihrer vielen Vorteile verwenden unsere Zahntechniker zuweilen Keramik auch bei Implantaten. Als Implantat bezeichnet man im eigentlichen Sinne eine künstliche Zahnwurzel, die in den Kieferknochen geschraubt wird. Heute bestehen die meisten Zahnimplantate, wie auch künstliche Knie- und Hüftgelenke, aus Titan. Am Implantat wird nach der Einheilphase ein Aufbau befestigt, den Fachleute Abutment nennen. Darauf befestigen wir die Krone beziehungsweise den Zahnersatz. Diese Abutments fertigen unsere Zahntechniker für den sichtbaren Bereich heute mehr und mehr aus Keramik.

Denn: Zieht sich im Laufe der Jahre das Zahnfleisch rund um das Implantat zurück, könnte ein metallisches Abutment als dunkler unschöner Rand durch das Zahnfleisch hindurchschimmern. Ein metallfreier Implantataufbau aus keramischem Material in Kombination mit einer vollkeramischen Krone ermöglicht eine langjährige natürliche Optik, selbst wenn das Zahnfleisch etwas zurückgehen sollte. Implantate komplett aus Keramik werden in Einzelfällen bereits eingesetzt. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten ist allerdings geringer bei gleichzeitig höheren Kosten als bei Titanimplantaten. Langzeitstudien müssen allerdings für die letztgenannten Einsatzbereiche noch die Zuverlässigkeit sichern.

Krone aus Porzellan oder Keramik?

Die Dentalkeramiken leiten sich vom Porzellan ab. Die Ausgangsstoffe – Feldspat, Quarz und Kaolin – sind im Wesentlichen gleich, nur die Zusammensetzung ist unterschiedlich. Feldspat ist der Hauptanteil in dentalen Keramiken, Kaolin – der Hauptbestandteil des Porzellans – hat nur einen Anteil von maximal fünf Prozent. Dentale Keramiken bestehen im Wesentlichen aus Quarzkristallen. Der Begriff „Porzellankrone“ ist daher nicht korrekt.

Quelle: Mit Auszügen aus der „Initiative Prodente e.V.“

 

 

Jeder Zehnte knirscht mit den Zähnen

Knirschen mit den ZähnenFakten zur Zahnmedizin im Statistischen Jahrbuch 2010/2011 der Bundeszahnärztekammer

80 Prozent der Zahnärzte beobachten eine Zunahme von Knirschen und Pressen mit den Zähnen. Die Ursachen für diese sogenannten oralen Parafunktionen sind meist psychosomatisch bzw. stressbedingt. Etwa 8-15 Prozent der Frauen und 3-10 Prozent der Männer knirschen. Besonders häufig ist die Altersgruppe der 35- bis 45-Jährigen von diesem Krankheitsbild betroffen. Diese und weitere Zahlen zu (Mund-)gesundheit und Zahnmedizin meldet das neue Statistische Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer.

Das Jahrbuch liefert auf rund 200 Seiten Fakten zum Gesundheitsverhalten der Deutschen, zum Gesundheitssystem, zur zahnmedizinischen Versorgung und zum zahnärztlichen Berufsstand. Die überarbeitete Ausgabe 2010/2011 ist Mitte November erschienen.

Neben der Veröffentlichung aktueller Zahlen führt das Jahrbuch Einzelinformationen zusammen. So entstehen Zeitreihen und Vergleiche, aktuelle Entwicklungen und Trends im Gesundheitswesen werden visualisiert. „Mit dem Statistischen Jahrbuch bereitet die Bundeszahnärztekammer Datenlagen systematisch auf. Zukunftstrends werden so frühzeitig sichtbar. Soziale, ökonomische und krankheitsbezogene Zusammenhänge können mit einer gut aufbereiteten Datengrundlage erkannt werden“, erklärt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel.

Ausgewertet wurden neben den Erhebungen der (Landes-)Zahnärztekammern, der Bundeszahnärztekammer, des Instituts der Deutschen Zahnärzte und weiteren Statistiken auch nationale und internationale Datenquellen.

Quelle: Bundeszahnärztekammer

 

Jeder Zehnte hat große Angst vorm Zahnarztbesuch

Angst vorm ZahnarztbesuchBundesweite Umfrage zur zahnärztlichen Versorgung

Die Mehrheit der Deutschen geht regelmäßig kontrollorientiert zum Zahnarzt. Trotzdem empfindet gut jeder Zweite eine zumindest (leichte) emotionale Anspannung bei dem Gedanken an eine zahnmedizinische Behandlung. Zwölf Prozent der Erwachsenen geben an, stark ausgeprägte Ängste mit dem Zahnarztbesuch zu verbinden. Knapp die Hälfte hat nur ‚etwas‘ oder ‚wenig‘ Angst, ein gutes Drittel aber ‚gar keine‘. Diese Ergebnisse zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach.

„Auch, wenn der Anteil von Personen mit starkem Angstempfinden mit 12 Prozent den deutlich geringeren Anteil ausmacht, nehmen wir die Zahnbehandlungsangst seit Jahren sehr ernst. Letztendlich beeinflussen Behandlungsängste die (orale) Gesundheit und somit auch die Lebensqualität“, so der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Peter Engel. „Vertrauen ist die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie. Patienten sollten ihrem Zahnarzt gegenüber ihre Angst benennen, anstatt sie zu verbergen.“

Für den Vorsitzenden des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, sind die Ergebnisse der Umfrage nicht ungewöhnlich: „Die für Deutschland ermittelten Werte decken sich mit denen von Untersuchungen in anderen Nationen wie den USA oder Australien. Für die Minderheit von Patienten, deren Ängste so stark ausgeprägt sind, dass sie den Gang zum Zahnarzt über Jahre vermeiden, stehen jedoch Behandlungsmöglichkeiten wie Psychotherapie und Hypnose zur Verfügung. In Fällen von ärztlich attestierter Phobie kommt sogar eine Vollnarkose in Betracht.“

KZBV und BZÄK raten dazu, der Entstehung von Zahnbehandlungsängsten durch frühzeitige und regelmäßige Zahnarztbesuche vom Kleinkindalter an vorzubeugen. Bei den ersten Kontakten lernen Kinder die Praxis bzw. den Zahnarzt kennen. Sie gewöhnen sich an die regelmäßige Routineuntersuchung, mit der sich größere Zahnschäden und zahnmedizinische Eingriffe vermeiden lassen.

Hintergrund:
Die Studienergebnisse über „Einstellungen und Bewertungen der Bevölkerung zur zahnärztlichen Versorgung in Deutschland“ stützen sich auf die Befragung von 1.788 Personen, die einen repräsentativen Querschnitt der erwachsenen deutschen Wohnbevölkerung in der Bundesrepublik bilden. Die Erhebung wurde im April/Mai 2011 vom Institut für Demoskopie Allensbach in Zusammenarbeit mit dem IDZ durchgeführt.
Die Studie wurde als IDZ-Information I/2012 veröffentlicht. Sie ist erhältlich über: www.idz-koeln.de.

Quelle: Bundeszahnärztekammer